Besenreiser behandeln & Krampfadern entfernen
Aktualisiert am 02.10.26
Besenreiser sind kleine, erweiterte oberflächliche Hautvenen, die als rötliche, bläuliche oder violette Äderchen durch die Haut sichtbar werden. Sie treten besonders häufig an den Beinen auf und sind meist harmlos.
Krampfadern (Varizen) sind dagegen krankhaft erweiterte oberflächliche Venen. Sie können zunächst vor allem kosmetisch störend sein, aber auch Beschwerden und Hautveränderungen verursachen. In einigen Fällen können Komplikationen wie eine oberflächliche Venenentzündung oder ein venöses Beingeschwür auftreten.
Auf dieser Seite erhalten Sie folgende Informationen:
Besenreiser
Was sind Besenreiser?
Besenreiser sind kleine, oberflächlich unter der Haut liegende, erweiterte Blutgefäße. Sie erscheinen meist als feine rötliche, bläuliche oder violette Linien oder netzartige Geflechte. Besonders häufig treten sie an den Beinen auf. Besenreiser sind in der Regel harmlos und verursachen häufig keine Beschwerden. Sie können jedoch als kosmetisch störend empfunden werden. In manchen Fällen können sie zusammen mit einer Venenerkrankung auftreten.
Formen von Besenreisern
Besenreiser können unterschiedlich aussehen. Sie können als einzelne feine Äderchen oder als netzartige Geflechte sichtbar sein. Je nach Farbe und Ausprägung erscheinen sie rötlich, bläulich oder violett.
Besonders häufig treten Besenreiser an den Beinen auf. Sie können an den Oberschenkeln, Unterschenkeln oder im Bereich der Knie auftreten. Je nach Ausprägung können einzelne Äderchen oder größere Geflechte sichtbar sein.
Von Besenreisern abzugrenzen sind andere sichtbare Gefäßveränderungen, beispielsweise die Couperose im Gesicht oder sogenannte Spider-Nävi. Diese haben andere Ursachen und werden nicht zu den klassischen Besenreisern an den Beinen gezählt.
Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung von Besenreisern
Besenreiser können durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Dazu gehören insbesondere:
- familiäre Veranlagung
- zunehmendes Alter
- Bewegungsmangel und langes Sitzen oder Stehen
- Übergewicht
- hormonelle Veränderungen, zum Beispiel während einer Schwangerschaft
Besenreiser entstehen, wenn sich kleine oberflächliche Blutgefäße erweitern und dadurch unter der Haut sichtbar werden. Sie können unabhängig von einer ausgeprägten Venenerkrankung auftreten, aber auch gemeinsam mit Veränderungen der oberflächlichen Venen vorkommen.
Besenreiser Symptome
Besenreiser verursachen meist keine Beschwerden und sind in erster Linie ein kosmetisches Problem. Typisch sind die sichtbaren rötlichen, bläulichen oder violetten Äderchen unter der Haut.
Treten zusätzlich Beschwerden wie Schmerzen, Schwellungen, Schwere- oder Spannungsgefühl, Juckreiz oder Hautveränderungen auf, kann eine begleitende Venenerkrankung vorliegen. In diesem Fall sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Diagnose von Besenreisern
Besenreiser lassen sich meist bereits anhand ihres typischen Erscheinungsbildes erkennen. Mit einer Ultraschalluntersuchung der Venen kann zusätzlich beurteilt werden, ob eine zugrunde liegende Venenerkrankung vorliegt.
Insbesondere bei Beschwerden wie Schmerzen, Schwellungen oder einem Schweregefühl in den Beinen oder vor einer geplanten Entfernung der Besenreiser kann eine Duplexsonografie sinnvoll sein.
Besenreiser behandeln
Besenreiser sind meist harmlos und müssen aus medizinischer Sicht nicht behandelt werden. Werden sie als kosmetisch störend empfunden, können verschiedene Verfahren eingesetzt werden.
Verödung (Sklerotherapie)
Bei der Sklerotherapie wird ein Wirkstoff als Flüssigkeit oder Schaum in die betroffenen Gefäße gespritzt. Dadurch verschließt sich das behandelte Gefäß und wird vom Körper nach und nach abgebaut. Die Methode eignet sich besonders für gut sichtbare Besenreiser und kleinere Krampfadern.
Laserbehandlung
Bei der Laserbehandlung werden die erweiterten Gefäße durch gezielte Lichtimpulse erwärmt. Das behandelte Gefäß wird dadurch verschlossen und anschließend vom Körper abgebaut. Laserbehandlungen kommen insbesondere bei sehr feinen Besenreisern infrage.
Welches Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem von Größe, Ausprägung und Lage der Besenreiser ab. Eine vollständige Entfernung kann nicht immer garantiert werden. Zudem können später neue Besenreiser entstehen.
Besenreisern vorbeugen
Besenreiser lassen sich nicht immer verhindern, insbesondere wenn eine familiäre Veranlagung besteht. Ein gesunder Lebensstil kann jedoch dazu beitragen, die Venengesundheit zu unterstützen.
- regelmäßig bewegen und langes Sitzen oder Stehen möglichst unterbrechen
- auf ein gesundes Körpergewicht achten
- bei sitzender Tätigkeit zwischendurch aufstehen und einige Schritte gehen
- bei längeren Reisen oder längeren Phasen des Sitzens die Beine regelmäßig bewegen
Cremes, Nahrungsergänzungsmittel oder andere Präparate können Besenreiser nicht gezielt verhindern. Auch Kompressionsstrümpfe sind keine Maßnahme zur Vorbeugung von Besenreisern.
Krampfadern
Was sind Krampfadern?
Krampfadern, medizinisch Varizen, sind dauerhaft erweiterte und häufig geschlängelte oberflächliche Venen. Sie entstehen meist an den Beinen und können als bläuliche, hervortretende oder knotige Venen sichtbar sein.
Eine wichtige Rolle spielt dabei eine eingeschränkte Funktion der Venenklappen. Sie sorgen normalerweise dafür, dass das Blut entgegen der Schwerkraft in Richtung Herz fließt. Schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, kann sich Blut in den Venen stauen. Der dadurch erhöhte Druck kann dazu führen, dass sich die Venen zunehmend erweitern.
Krampfadern können zunächst ohne Beschwerden bleiben. Im weiteren Verlauf können unter anderem Schwere- und Spannungsgefühle, Schmerzen oder Schwellungen auftreten.
Formen von Krampfadern
Krampfadern können unterschiedliche oberflächliche Venen betreffen. Je nachdem, welche Venenabschnitte erweitert sind, wird unter anderem zwischen Stamm-, Seitenast- und retikulären Varizen unterschieden.
Die verschiedenen Formen können einzeln oder gemeinsam auftreten. Welche Venen betroffen sind und wie ausgeprägt die Veränderungen sind, lässt sich durch eine ärztliche Untersuchung feststellen.
Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung von Krampfadern
Krampfadern entstehen meist durch eine nachlassende Funktion der Venenklappen. Diese verhindern normalerweise, dass das Blut in den Beinen zurückfließt. Schließen die Klappen nicht mehr richtig, kann sich Blut in den Venen stauen und der Druck auf die Gefäßwände steigt. Die Venen können sich dadurch dauerhaft erweitern.
Eine wichtige Rolle spielt dabei eine familiäre beziehungsweise genetische Veranlagung. Weitere Faktoren können die Entstehung von Krampfadern begünstigen:
- zunehmendes Alter
- Bewegungsmangel
- langes Sitzen oder Stehen
- Übergewicht
- Schwangerschaft und hormonelle Veränderungen
Seltener entstehen Krampfadern als Folge einer anderen Venenerkrankung, beispielsweise nach einer tiefen Venenthrombose. In diesem Fall spricht man von einer sekundären Varikose.
Symptome für Krampfadern
Krampfadern können lange Zeit ohne Beschwerden bleiben. Wenn Symptome auftreten, sind häufig Schwere- oder Spannungsgefühle, Schmerzen, Müdigkeit der Beine oder Schwellungen der Beine möglich. Die Beschwerden können insbesondere nach längerem Sitzen oder Stehen und bei Wärme stärker werden.
Bei fortgeschrittener Venenerkrankung können zusätzlich Hautveränderungen wie Juckreiz, Verfärbungen oder Veränderungen der Haut auftreten.
Diagnose von Krampfadern
Krampfadern lassen sich meist durch eine körperliche Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung der Venen beurteilen. Der Arzt erkundigt sich zunächst nach Beschwerden, Vorerkrankungen und möglichen Risikofaktoren. Anschließend werden die Beine und sichtbaren Venen untersucht.
Duplexsonografie
Die Duplexsonografie ist die wichtigste Untersuchung bei Krampfadern. Mit ihr lassen sich die oberflächlichen und tiefen Venen sowie die Funktion der Venenklappen beurteilen. Außerdem kann festgestellt werden, ob eine Venenthrombose oder andere Veränderungen des Venensystems vorliegen.
Weitere Untersuchungen sind nur in besonderen Fällen erforderlich, wenn beispielsweise der Verdacht auf eine Erkrankung im Bauch- oder Beckenbereich besteht.
Krampfadern behandeln
Welche Behandlung bei Krampfadern infrage kommt, hängt unter anderem von der Ausprägung der Varikose, den Beschwerden und den betroffenen Venen ab. Neben einer Behandlung zur Linderung von Beschwerden können Krampfadern auch durch verschiedene Verfahren verschlossen oder entfernt werden.
Operative Behandlung
Bei einer Operation werden erkrankte Venen entfernt oder über kleine Hautschnitte herausgezogen. Zu den etablierten Verfahren gehören das Venenstripping und die Phlebektomie. Welches Verfahren eingesetzt wird, hängt von der Art und Ausprägung der Krampfadern ab.
Endovenöse Verfahren
Bei endovenösen Verfahren wird die betroffene Vene von innen verschlossen. Dafür kommen unter anderem die endovenöse Lasertherapie und die Radiofrequenztherapie infrage. Über einen dünnen Katheter wird die Vene mithilfe von Wärme behandelt und anschließend vom Körper abgebaut.
Sklerotherapie
Bei der Sklerotherapie wird ein Wirkstoff als Flüssigkeit oder Schaum in die betroffene Vene gespritzt. Dadurch wird das Gefäß verschlossen und im weiteren Verlauf vom Körper abgebaut. Die Methode kann insbesondere bei kleineren Krampfadern eingesetzt werden.
Welche Behandlung geeignet ist, sollte nach einer Untersuchung der Venen und einer individuellen Beratung entschieden werden.
Produkte bei venösen Beschwerden
Bei Beschwerden wie schweren, müden oder geschwollenen Beinen können bestimmte Präparate zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Sie beseitigen bestehende Krampfadern jedoch nicht.



Krampfadern vorbeugen
Krampfadern lassen sich nicht immer verhindern, insbesondere wenn eine familiäre Veranlagung besteht. Regelmäßige Bewegung kann jedoch den Blutfluss in den Beinen unterstützen und Beschwerden vorbeugen.
- regelmäßig bewegen und langes Sitzen oder Stehen möglichst unterbrechen
- bei sitzender Tätigkeit zwischendurch aufstehen und einige Schritte gehen
- Ausdauersportarten wie Gehen, Radfahren oder Schwimmen in den Alltag integrieren
- auf ein gesundes Körpergewicht achten
- bei Beschwerden die Beine gelegentlich hochlagern
Auch nach einer Behandlung können erneut Krampfadern entstehen. Ein aktiver Lebensstil kann dazu beitragen, Beschwerden zu reduzieren, verhindert das Wiederauftreten von Krampfadern jedoch nicht zuverlässig.
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Quellen
https://www.phlebology.de/patienten/venenkrankheiten/besenreiser/
https://www.phlebology.de/patienten/venenkrankheiten/krampfadern/
https://www.gesundheitsinformation.de/krampfadern.html
https://www.phlebology.de/aerzte/wissen/leitlinien/